BLUTARMUT (RENALE ANÄMIE)

Erythropoetin

Niereninsuffizienz kann den Sauerstoffgehalt des Blutes reduzieren

Die Niere hat zum einen die Aufgabe, Giftstoffe aus dem Blut zu filtern. Zum anderen produziert die Niere auch lebenswichtige Hormone wie Renin (Enzym zur Regulation des Blutdrucks), aktives Vitamin D3 (Knochenstoffwechsel) und Erythropoetin. Die Funktion des Erythropoetins ist es, die Bildung der roten Blutkörperchen anzuregen. Ein Mangel an Erythropoetin kann zu Blutarmut (Anämie) führen.

Eine gesunde Niere nimmt den Mangel an roten Blutkörperchen wahr und schüttet daraufhin vermehrt Erythropoetin aus. Die Bildung der roten Blutkörperchen im Knochenmark wird angeregt, und der Mangel wird ausgeglichen.

Eine kranke Niere hingegen hat nicht nur eine geringere Filterleistung, sie produziert auch weniger Hormone. Der Mangel an Erythropoetin führt zu einem Mangel an roten Blutkörperchen. Dies bezeichnet man als Blutarmut oder auch Anämie. Eine Blutarmut hat viele Folgen und schränkt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein.

Rote Blutkörperchen haben die Aufgabe, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen, denn nur ein ausreichend mit Sauerstoff versorgter Körper ist leistungsfähig. Der Körper von Patienten mit einer Blutarmut wird mangelhaft mit Sauerstoff versorgt. Die Patienten leiden unter rascher Ermüdung bei körperlicher Arbeit, Atemnot und Schwindelgefühl. Langfristig können die Betroffenen eine Herzinsuffizienz bekommen.

Lesen Sie hier mehr über die Diagnose der Blutarmut.