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Glossar

Abstoßungsreaktion

Der Körper erkennt fremde Organe aufgrund ihrer andersartigen » HLA-Struktur und versucht sie zu zerstören.


akut

Plötzlich auftretend; Gegenteil von » chronisch.


Anämie

Wörtlich Blutarmut. Gemeint ist jedoch der Mangel an roten Blutkörperchen.


Analgetika

Schmerzmittel.


Analgetikanephropathie

Schädigung der Niere durch Schmerzmittel (Analgetika).


Arteriosklerose

Verkalken der Gefäße.


Blutzucker

Gehalt an Glukose (Traubenzucker) im Blut.


chronisch

Lange dauernd, Gegenteil von » akut.


Diabetes

Lat.: honigsüßer Durchfluss; chronische Stoffwechselkrankheit, die durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel gekennzeichnet ist. Aufgrund unterschiedlicher Ursachen und Krankheitsbilder unterscheidet man zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes.


Dialysator

Röhrchen aus Kunststoff, das die Membran zur Filterung des Blutes sowie die Dialyseflüssigkeit enthält. Er wird im Rahmen der Hämodialyse eingesetzt.


Dialyse

Dialyse bedeutet wörtlich "Auflösung". Dialyse

bezeichnet ein Verfahren zur Blutreinigung.



Dialyseflüssigkeit

Keimarme bzw. -freie Lösung aus Wasser und Salzen.


Elektrolyte

Elektrolyte sind Stoffe, die in wässriger Lösung in der Lage sind, den elektrischen Strom zu leiten. Zu ihnen zählen Säuren, Basen und auch Salze. Die Verteilung dieser Stoffe im Körper bildet ein empfindliches Gleichgewicht, das man Elektrolythaushalt nennt. Zu ihnen gehören z.B. Natrium, Kalium, Chlorid.


Erythropoetin

Von den Nierenzellen gebildetes Hormon, das die Bildung der roten Blutkörperchen (»  Erythrozyten

) anregt.



Erythrozyten

Rote Blutkörperchen. Sie enthalten das Sauerstoff-Transportprotein.


Gesamteiweiß

Gesamtmenge des über den Urin ausgeschiedenen Eiweißes.


Glomerulus

Knäuel aus Kapillaren in der Nierenrinde; sie dienen der Filterung von Primärharn aus dem Blut.


Hämodialyse

Dialyseverfahren, bei dem sich die Membran außerhalb des Körpers befindet (»  Dialysator).


Hämoglobin (Hb)

Roter Blutfarbstoff, er ist in den Erythrozyten enthalten, die dadurch Sauerstoff transportieren können.


Harnstoff

Stoffwechsel-Endprodukt, das über den Urin ausgeschieden wird.


Hb-Wert

Hämoglobin-Gehalt des Blutes und damit ein Maß für den Anteil an Erythrozyten im Blut. Angabe meist in Gramm Hämoglobin pro Deziliter Blut (g/dl).


Hirntod

"Hirntod" wird definiert als Zustand des irreversiblen Erloschenseins der Gesamtfunktion des Großhirns, des Kleinhirns und des Hirnstamms bei einer durch kontrollierte Beatmung noch aufrechterhaltenen Herz-Kreislauffunktion. Der Hirntod gilt (im Gegensatz zum Herzstillstand) als der tatsächliche Tod des Menschen und ist damit rechtliche Voraussetzung für eine Organentnahme, bspw. für eine Nierentransplantation.


HLA-Struktur

Abk. für (engl.) "human leucocyte antigen system". Genetisch festgelegtes Merkmal, das sich an der Oberfläche kernhaltiger Zellen befindet. Bei Transplantationen werden die HLA-Strukturen zwischen Spender und Empfänger abgeglichen. Sind sie identisch, haben Organtransplantationen oder allogene Knochenmarktransplantationen wesentlich größere Aussichten auf Erfolg.


Hyperparathyreoidismus

Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit vermehrter Bildung von Parathormon. Es wird zwischen primärem und sekundärem Hyperparathyreoidismus unterschieden. Der sekundäre Hyperparathyreoidismus tritt meist in Folge von chronischem Nierenversagen auf.


Immunsuppression

Künstliche Unterdrückung der Immunreaktion durch » Immunsuppressiva. Sie hat bei Transplantationen den Zweck, Abstoßungsreaktionen zu verhindern.


Immunsuppressiva

Medikamente zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr.


Kreatinin

In den Muskeln gebildetes Abbauprodukt, das über den Urin ausgeschieden wird.


Lebendspende

Hier erhält der Empfänger das Organ eines lebenden Spenders.


Niereninsuffizienz

Akute oder chronische Abnahme der Nierenfunktion. Die Entgiftungsfunktion der Niere geht verloren.


Nephron

Nierenkörperchen; kleinste Funktionseinheit der Niere. Jede Niere besitzt ca. 1 Mio. von ihnen.


Osteopenie

Verminderung der Knochensubstanz.


Parathormon

Hormon der Nebenschilddrüsen mit mehreren Funktionen; es erhöht den Calcium und senkt den Phosphatgehalt des Blutes.


Peritonealdialyse

Auch Bauchfelldialyse genannt; Verfahren zur Blutreinigung bei dem das Bauchfell als Membran genutzt wird.


Renin

Von der Niere gebildetes Enzym, das an der Regulation des Blutdrucks beteiligt ist.


Shunt

Künstlicher Gefäßzugang; operativ werden eine Arterie und eine Vene miteinander verbunden. Er dient als Anschluss für das Dialysegerät am Körper.


Transplantationsgesetz

Gesetz zur Regelung von Organtransplantation, es ist in Deutschland seit 1997 in Kraft.


Urämie

Vergiftung des Körpers mit Harn in Folge einer mangelnden Nierenfunktion.


Vitamin D3

In seiner aktiven Form ermöglicht Vitamin D3 die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung im Darm.