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14.04.2008
Nierenkrebs: Weniger Sterbefälle in Europa
(NAM) In Europa sterben immer weniger Menschen an Nierenkrebs. Das ergab eine internationale Untersuchung. Besonders deutlich ist der Rückgang demnach in Deutschland und Österreich.
In den 80´er und 90´er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit bezüglich Nierenkrebs noch europaweit gestiegen. Wissenschaftler aus der Schweiz, Frankreich und Italien wollten nun wissen, ob sich dieser Trend weiter verfestigt oder eventuell sogar umgekehrt hat, worauf einige Daten hindeuteten. Für ihre Studie werteten sie Informationen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 32 europäische Länder aus.
Resultate: In der EU ging die Zahl tödlicher Nierenkrebsfälle von 1990 bis 2004 bei Männern um 13 Prozent zurück, bei Frauen sogar um 17 Prozent. Dabei ergaben sich allerdings große Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern, schreibt Studienleiter Fabio Levi von der Schweizer Universität Lausanne. Den deutlichsten Rückgang konnten demnach Österreich mit 32 bis 33 Prozent und Deutschland mit 31 Prozent vorweisen. In den meisten osteuropäischen Ländern stabilisierten sich die Fall- und Sterbezahlen, in der Tschechischen Republik und den baltischen Staaten jedoch auf einem relativ hohen Niveau.
Als Ursache der erfreulichen Entwicklung vermuten die Autoren positive Effekte des reduzierten Zigarettenkonsums in Europa. Verbesserte Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden könnten die Veränderungen allein nicht erklären, so Levi. JG
Quelle: Kidney Int (2008); 73: 637-42
Abstract http://www.blackwell-synergy.com
(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)
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Letzte Aktualisierung am Montag, 14. April 2008
