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28.04.2008
Experte rät: Wenig Salz, wenig Eiweiß, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßig Sport
(NAM) Patienten mit einer chronischen Nierenschwäche sollten sich eiweißarm ernähren. Dazu riet ein Experte beim Internisten-Kongress in Wiesbaden. Außerdem empfiehlt der Nierenspezialist eine Reduktion der Salzaufnahme und sportliche Betätigung. Bei der Trinkmenge sei ein Mittelweg richtig.

Wie die Ärzte Zeitung berichtet, hält Professor Christian Hugo von der Universität Nürnberg-Erlangen eine tägliche Eiweißmenge von 0,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht für „sinnvoll und sicher“. Mehrere Studien hätten gezeigt, dass eine Dialysepflichtigkeit auf diese Weise hinausgezögert werden kann. Allerdings profitieren wahrscheinlich nur zuckerkranke Patienten mit Nierenschwäche von der Diät. Betroffene mit einer fortgeschrittenen Nierenfunktionsstörung, bei denen bereits körpereigene Eiweiße abgebaut werden, sollten die Aufnahme von Proteinen jedoch auf keinen Fall einschränken.

Generell empfehlenswert sei eine Kost mit viel Gemüse, Früchten und fettarmen Milchprodukten, so Hugo. Um eine konstante Einstellung des Blutdrucks zu gewährleisten, sollte die tägliche Salzzufuhr 6 Gramm nicht übersteigen. Bei der Trinkmenge existieren unterschiedliche Empfehlungen: von einer möglichst geringen Flüssigkeitszufuhr, um Wassereinlagerungen zu verhindern, bis zu großen Trinkmengen, um die Nieren „durchzuspülen“. Hugo rät von beiden Extremen ab und plädiert für eine ausreichende aber nicht übermäßige Flüssigkeitsaufnahme.

Uneingeschränkt empfehlenswert sei dagegen auch für Nierenpatienten regelmäßige körperliche Aktivität. Untersuchungen haben gezeigt, dass Sport sowohl die Lebensqualität als auch das Sterberisiko und das Fortschreiten des Nierenschadens erfolgreich beeinflussen kann. JG

Quelle: Ärzte Zeitung vom 24.04.2008

Artikel http://aerztezeitung.de


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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Letzte Aktualisierung am Montag, 28. April 2008