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05.05.2008
Neue Niere – häufiger Harndrang
(NAM) Nach einer Nierentransplantation leiden viele Patienten unter häufigem Harndrang, der meist auch nachts auftritt. Das ergab eine aktuelle Untersuchung Niederländischer Forscher. Die behandelnden Ärzte sollten das Problem ernst nehmen, raten die Autoren.
Marian van der Weide von der Radboud Universität in Nijmegen und ihre Kollegen analysierten Daten von 52 Nierenempfängern (35 Männer, 17 Frauen) im Durchschnittsalter von 49 Jahren. Dabei berücksichtigten die Wissenschaftler die Resultate einer schriftlichen Befragung, medizinische Befunde, Protokolle über die Häufigkeit von Toilettengängen und die Ergebnisse von Urinkulturen. Zwischen der Transplantation und den Untersuchungen waren im Mittel fünf Monate vergangen.
54 Prozent der Nierenempfänger berichteten über häufigen Harndrang (mindestens sieben Toilettengänge pro Tag). In diesen Fällen fanden die Niederländischen Forscher oft ein kleines Blasenvolumen – besonders dann, wenn die Patienten gleichzeitig unter Blasenschmerzen litten. 60 Prozent der Transplantierten mussten auch während des Nachtschlafes mindestens zweimal die Toilette aufsuchen. Bei ihnen diagnostizierten die Autoren häufig ein zu großes Blasenvolumen.
Weil sowohl ein zu großes als auch ein zu kleines Blasenvolumen langfristig zu einem Schaden des Spenderorgans führen können, sollten Patienten nach einer Nierentransplantation regelmäßig zur Frequenz der Toilettengänge befragt werden, empfiehlt van der Weide. So könnte eine Risikogruppe für ein Transplantatversagen frühzeitiges identifiziert und behandelt werden. JG
Quelle: BJU Int 2008; 101: 1029-34
Abstract http://www.blackwell-synergy.com
(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)
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Letzte Aktualisierung am Montag, 05. Mai 2008
