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13.01.2003
Schlafstörungen bei zuckerkranken Dialysepatienten häufig

(NAM) Über zwei Drittel der dialysepflichtigen Diabetiker (Zuckerkranke) leiden unter Schlafstörungen. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kamen südkoreanische Wissenschaftler in einer aktuellen Untersuchung. Ein Mangel an erholsamen Schlaf kann die Lebensqualität von Dialysepatienten erheblich beeinflussen. Unter anderem sinkt die körperliche und mentale Belastbarkeit tagsüber – mit ungünstigen Konsequenzen für die berufliche und soziale Rehabilitation der Betroffenen. Außerdem steigern Müdigkeit und Konzentrationsschwäche die Gefahr von Unfällen. „Schlafstörungen verursachen Funktionsstörungen des Immun- und des Herz-Kreislaufsystems und erhöhen daher das Sterberisiko der nierenkranken Diabetiker“, beschreiben die Mediziner aus Seoul weitere Folgen.

Die Forscher befragten 82 Patienten mit Diabetes mellitus und einer dialysepflichtigen Nierenschwäche zu ihren Lebens- und Schlafgewohnheiten, subjektivem Wohlbefinden und körperlichen Beschwerden. Zusätzliche Daten erhoben sie aus klinischen Befunden und Laboruntersuchungen. Über Schlafstörungen berichteten 56 Patienten (68%). Diese hatten im Durchschnitt ein höheres Lebensalter und litten häufiger an Depressionen als Teilnehmer ohne Schlafstörungen. Als weitere Risikofaktoren ergaben sich ein schlechter Ernährungszustand, der anhand einer niedrigen Konzentration des Bluteiweißes Albumin festgestellt wurde, und häufigere Komplikationen unter der Dialyse.

Die Autoren empfehlen, Schlafstörungen bei nierenkranken Diabetikern wesentlich mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Häufigkeit liegt dramatisch über der in der gesunden Allgemeinbevölkerung (10%) und deutlich über der von nicht zuckerkranken Dialysepatienten (50%). Hohes Alter, depressive Verstimmung, reduzierter Ernährungszustand und eine schlechte körperliche Verfassung des Patienten sprechen für eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Schlafstörungen auftreten. Ob diese Faktoren Folgen oder Ursachen der gestörten Nachtruhe sind, wollen die Mediziner nun in weiteren Studien untersuchen. AG

Quelle: Nephron (2002); 92: 127-132

(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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