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07.07.2003
Rechtzeitige Überweisung zum Nephrologen senkt die Sterblichkeit
(NAM) Eine späte Überweisung von Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion in nephrologische Fachambulanzen führt häufiger zu Gefäßzugangsproblemen bei Dialysebeginn, einer längeren Aufenthaltsdauer in Krankenhäusern und zu mehr medizinischen Komplikationen. Zu diesem Schluss kommen Mediziner der Universitäten Heidelberg und Wien in einer aktuellen Studie. „Offensichtlich ist eine frühere Überweisung zur Optimierung der Behandlungsergebnisse unerlässlich“, betonen die Wissenschaftler.
Insgesamt wurden 280 Patienten im Durchschnittsalter von 62 Jahren erfasst, 174 waren Männer, 106 Frauen. Die Überweisungen erfolgten von Allgemeinärzten (131), Fachärzten (Diabetologen, Kardiologen; 20), Notfallambulanzen (33), auswärtigen Kliniken (80) oder sonstigen Institutionen (16). Dabei zeigte sich, dass nicht nur die Anlage eines Gefäßzugangs (Shunt) oder die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen vom Zeitpunkt der Überweisung beeinflusst wurden. Auch das Sterberisiko sank bei Patienten, die frühzeitig in die Spezialambulanz geschickt wurden.
Nierenkranke, die innerhalb von 17 Wochen dialysepflichtig wurden, hatten im ersten Jahr der Beobachtung eine Sterbewahrscheinlichkeit von 34,2 Prozent. Betrug das Intervall zwischen Überweisung und Dialysebeginn mehr als 17 Wochen, verringerte sich die Sterblichkeit dagegen auf 5,5 Prozent. Auch im zweiten Beobachtungsjahr lag das Sterberisiko bei später Überweisung mit 15,3 Prozent noch höher als bei früher Einschaltung der Nephrologen (11,4%). AG
Quellen: Dtsch med Wochenschr 2003; 1216-1220 [Abstract]
(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)
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