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29.09.2003
Peritonealdialyse: Angehörige sollten auf konsequente Handhygiene achten
(NAM) Familienmitglieder, andere Patienten und Krankenhausmitarbeiter sind wichtige Infektionsquellen für Nierenkranke, die sich einer regelmäßigen Peritonealdialyse unterziehen müssen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie aus den USA. Die Autoren betonen die Bedeutung einer konsequenten Handhygiene in den erwähnten Personengruppen, um das Risiko einer Keimübertragung zu minimieren.
Das Wissenschaftlerteam um Dr. Herwaldt von der Universität von Iowa untersuchte 74 Dialysepatienten, 32 Familienmitglieder, die bei der Katheterpflege halfen, sowie 17 Krankenhausmitarbeiter auf einen verbreiteten Hautkeim, Staphylococcus aureus (Staph. aureus). Es existieren diverse Subtypen (Stämme), die sich im Labor differenzieren lassen. Etwa 10-40 Prozent der Bevölkerung sind seit ihrer frühen Kindheit Träger dieses Erregers, ohne dass es zu einer Erkrankung der Betroffenen kommt. Bei einer Schwäche des Abwehrsystems kann Staph. aureus jedoch zu einer Infektion der Haut, der inneren Organe und zu schwersten Komplikationen führen. Chronisch Niereninsuffiziente sollten daher vor einer Übertragung geschützt werden.
Während des Beobachtungszeitraums von 36 Monaten konnten die amerikanischen Forscher bei 24 Patienten eine Neubesiedelung mit Staph. aureus-Stämmen nachweisen. Als Quellen wurden in fünf Fällen Familienmitglieder identifiziert, in acht Fällen stammten die Erreger von Mitpatienten. Außerdem wurde deutlich, dass auch das Krankenhauspersonal als Übertragungsweg für die Bakterien in Frage kam. Welche Folgen die Neuinfektionen mit dem Hautkeim für die Nierenkranken hatten, haben die Autoren nicht dokumentiert. AG
Quelle: Perit Dial Int (2003); 23 (3): 237-41
[Abstract http://www.ncbi.nlm.nih.gov:80/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=12938823&dopt=Abstract]
(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)
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