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03.11.2003
Peritonealdialyse langfristig mit ungünstigeren Ergebnissen als Hämodialyse?

(NAM) Der langjährige Einsatz der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) ist möglicherweise mit einem höheren Sterberisiko verbunden als die Hämodialyse. Zu diesem Schluss kommen niederländische Wissenschaftler in einer aktuellen Untersuchung. Demnach könnte die Peritonealdialyse vor allem für ältere Patienten mit Nachteilen verbunden sein. Nun fordern die Autoren weitere Studien, um die Ursachen der festgestellten Differenzen zwischen den beiden Verfahren zu klären.

Bisher war es kaum möglich, zuverlässige Vergleichsdaten von Hämo- und Peritonealdialyse zu ermitteln. Die Patienten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Charakteristika, außerdem kommt es immer wieder zu Wechseln zwischen den beiden Behandlungsmethoden. Die Forscher aus Amsterdam, Leiden und Utrecht haben in einem aufwändigen Verfahren versucht, diese statistischen Verfälschungen zu vermeiden. Ihre Analyse stützten sie auf die Daten einer landesweiten Untersuchung, der „Netherlands Cooperative Study on the Adequacy of Dialysis“. 742 der Teilnehmer erhielten eine Hämodialyse, 480 eine Bauchfelldialyse.

In den ersten beiden Jahren des Beobachtungszeitraums ergab sich für beide Verfahren ein ähnliches Sterberisiko. Im dritten Jahr stieg die Zahl der Todesfälle unter den Peritonealdialyse-Patienten im Vergleich zu den hämodialysierten Nierenkranken jedoch an. Bei Über-60-Jährigen zeigten sich die Unterschiede besonders deutlich. Für diese Risikogruppe könnte ein rechtzeitiger Wechsel der Dialysemethode daher von Vorteil sein. AG

Quelle: J Am Soc Nephrol (2003); 14: 2851-2860

[Abstract http://www.jasn.org/cgi/content/abstract/14/11/2851]


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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