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02.02.2004
Dialysepflichtigkeit muss kein endgültiges Schicksal sein
(NAM) Auch bei Patienten mit der Diagnose „terminales Nierenversagen“ kann sich die Nierenfunktion teilweise erholen. Texanische Nephrologen schätzen, dass ein bis zwei Prozent der ursprünglich Dialysepflichtigen im Laufe der Zeit keine Nierenersatztherapie mehr benötigen.
Die Wissenschaftler um Mahendra Agraharkar befassten sich mit acht Nierenkranken, die nach durchschnittlich elf Monaten Nierenersatztherapie wieder ohne regelmäßige Blutwäsche auskamen. Alle acht schieden unter der Dialyse relativ viel Urin aus, zwei von ihnen mussten sogar die Dialysesitzungen regelmäßig unterbrechen, um Wasser zu lassen. Die Patienten litten außerdem stark unter Nebenwirkungen der Nierenersatztherapie wie Wadenkrämpfen, niedrigem Blutdruck und allgemeiner Schwäche. Wegen dieser Beschwerden war die Frequenz der Dialysesitzungen bei ihnen zunächst reduziert und schließlich die Dialyse komplett pausiert worden. Zu diesem Zeitpunkt betrug der Kreatininwert der Betroffenen durchschnittlich 2,85 mg/dl. Im weiteren Verlauf verstarb ein Patienten an den Folgen einer HIV-Infektion, ein weiterer wurde nach neun Monaten erneut dialysepflichtig. Die übrigen sechs Personen benötigten auch nach einem mittleren Beobachtungszeitraum von knapp 20 Monaten keine Blutwäsche.
Die Autoren empfehlen, bei Dialysepatienten mit guter Urinproduktion, die stark durch Nebenwirkungen der Nierenersatztherapie beeinträchtigt sind, regelmäßig die Restfunktion der Nieren zu bestimmen. Dadurch kann eine Erholung der Ausscheidungsorgane erkannt und den Betroffenen wieder zu einem normalen Leben verholfen werden. MM
Quelle: BMC Nephrology (2003); 4: 9
[Originalarbeit http://www.biomedcentral.com/1471-2369/4/9]
(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)
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Letzte Aktualisierung am Montag, 20. November 2006
