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07.06.2004
Neue Leitlinien der National Kidney Foundation (NKF) vorgestellt

(NAM) „Chronisch Nierenkranke mit erhöhten Blutdruckwerten sollten anders behandelt werden als die übrigen Hochdruckpatienten.“ Das fordert ein Wissenschaftler der US-amerikanischen National Kidney Foundation (NKF) anlässlich der Veröffentlichung neuer Leitlinien. „Die Beachtung unserer Empfehlungen könnte Ärzten dabei helfen, das Fortschreiten einer Nierenstörung zu verlangsamen und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen zu senken“, betont Andrew Levey, Vorsitzender der NKF-Arbeitsgruppe, welche die „guidelines“ entwickelte.

20 Millionen US-Bürger, die an einer chronischen Nierenstörung leiden, müssen demnach als Hochrisiko-Patienten für die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen gelten. Die Experten der NKF raten dazu, den Blutdruck in diesem Fall auf einen Zielwert von 130/80 mmHg einzustellen. „Für die meisten Nierenkranken wird dazu eine Kombinationstherapie mit mindestens zwei blutdrucksenkenden Medikamenten notwendig sein“, erklärte Levey.

Herz und Gefäße von Dialysepatienten sollten regelmäßig untersucht werden, forderte auch William Henrich von der University of Maryland (Baltimore) auf einer Veranstaltung der NKF. Werden in diesem Zusammenhang Hinweise auf krankhafte Veränderungen gefunden, rät der Mediziner zu einer Angiographie (Kontrastmitteluntersuchung der Gefäße). Patienten, die auf einer Warteliste für eine Spenderniere stehen, sollten alle 12 bis 24 Monate, Diabetiker alle 24 bis 36 Monate gründlich gecheckt werden. AG

Quelle: National Kidney Foundation (NKF)

[Originalmeldung http://www.kidney.org]


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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