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21.06.2004
Auch für jüngere Frauen gilt: Hoher Kalziumgehalt der Nahrung senkt Risiko für Nierensteine

(NAM) Seit längerem vermuten Experten, dass die tägliche Kalziumzufuhr das Risiko für die Entwicklung von Nierensteinen beeinflussen könnte. Bei älteren Frauen und Männern hatten verschiedene Studien folgenden Zusammenhang nachgewiesen: Ein hoher Kalziumgehalt der Nahrung senkt das Risiko, während kalziumhaltige Nahrungsergänzungsmittel, sogenannte Supplemente, die Wahrscheinlichkeit für Nierensteine erhöhen. US-amerikanische Wissenschaftler interessierten sich jetzt für die Frage, ob diese Aussagen auch auf jüngere Frauen übertragbar sind.

Die Forscher um Gary S. Curhan analysierten dazu die Daten einer großen landesweiten Untersuchung mit über 96.000 Teilnehmerinnen, die bei Studienbeginn zwischen 27 und 44 Jahren alt waren und nicht unter Nierensteinen litten. Nachdem sie Angaben zu ihren Ernährungsgewohnheiten gemacht hatten, wurden die Frauen über einen Zeitraum von acht Jahren beobachtet. 1223 von ihnen entwickelten Beschwerden, die auf Nierensteinen beruhten.

Auch für die jüngeren Frauen galt dabei: Ein hoher Kalziumgehalt der Nahrung war mit einem niedrigen Erkrankungsrisiko verbunden. Die Einnahme von Supplementen hatte allerdings keinen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nierensteinen. „Unsere Studie legt den Verdacht nahe, dass ernährungsbedingte Risikofaktoren je nach Alter und Geschlecht differieren könnten“, erklären die Autoren dazu. Eine schützende Wirkung bezüglich der Entwicklung von Nierensteinen hatten außerdem eine hohe Zufuhr von tierischen Proteinen und von Flüssigkeit, während Rohrzucker einen ungünstigen Effekt aufwies. AG

Quelle: Arch Intern Med. (2004); 164: 885-891

[Abstract http://archinte.ama-assn.org]


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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