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22.11.2004
Verengte Koronararterien: Behandlungsmethoden im Vergleich

(NAM) Eine Verengung im Bereich der Herzkranzgefäße (Koronarstenose) kann lebensgefährlich sein: Fällt die Durchblutung des Herzmuskels unter einen kritischen Wert, kommt es zum Infarkt, ein Teil des Organs stirbt ab. Chronisch Nierenkranke scheinen besonders gefährdet. "Herzleiden sind für 45 Prozent aller Sterbefälle bei Dialysepatienten verantwortlich und somit die Haupttodesursache", betonte ein Wissenschaftler der University of Minnesota auf einer Veranstaltung der American Heart Association (Scientific Sessions 2004). Charles Herzog und sein Team beließen es jedoch nicht bei dieser Feststellung – sie untersuchten in einer aktuellen Studie auch, welche Behandlung den Betroffenen am Besten hilft.

Grundsätzlich stehen drei chirurgische Verfahren zur Verfügung, um eine verengte Herzkranzarterie wieder durchgängig zu machen: die Dehnung mit einem Ballonkatheter (PTCA), der Einsatz eines stützendes Gefäßimplantats (Stent) und die klassische Bypass-Operation, bei der die geschädigte Arterie durch ein anderes, gesundes Gefäß des Patienten ersetzt wird. Herzog verglich die Ergebnisse der drei Methoden nun bei über 23.000 Dialysepatienten mit einer Koronarstenose.

Die besten Überlebensraten hatten Studienteilnehmer mit einer Bypass-Operation. Das langfristige Sterberisiko lag bei diesem Verfahren um 20 Prozent unter demjenigen nach einer PTCA. Allerdings nur, wenn dabei die innere Brustwandarterie (Arteria mammaria interna) als Ersatzgefäß verwendet wurde. Der Einsatz einer Beinvene als Bypass scheint demnach - zumindest in dieser Patientengruppe - nicht sinnvoll. AG

Quelle: American Heart Association Scientific Sessions 2004; abstract 2324 ("Survival of Dialysis Patients in the United States After Percutaneous Versus Surgical Coronary Revascularization: Is Surgery Still Better?")

[American Heart Association Scientific Sessions 2004 www.bestofsessions.org]


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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Letzte Aktualisierung am Montag, 20. November 2006