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24.10.2005
Heimdialyse ist Alternative für Kinder

(NAM) Kinder mit Nierenversagen profitieren von einer Heimdialyse. Das behaupten kanadische Wissenschaftler in einer aktuellen Veröffentlichung. Die nächtliche Blutwäsche in den eigenen vier Wänden verbessere das Allgemeinbefinden der jungen Patienten. Allerdings ist das Verfahren mit einem erheblichen Aufwand, insbesondere für die anderen Familienmitglieder, verbunden.

Mitarbeiter des Kinderkrankenhauses der Universität von Toronto hatten die Heimdialyse bei vier Teenagern mit chronischem Nierenversagen untersucht. Die Blutwäsche wurde nahezu täglich während acht Nachtstunden durchgeführt. Wegen der hohen Dialysefrequenz brauchten die betroffenen Jugendlichen keine diätetischen Einschränkungen beachten und konnten trinken, so viel sie wollten; die kontrollierten Nieren- und Blutwerte blieben dennoch stabil. Neben dem Allgemeinbefinden verbesserte sich in der Folge auch die Schulleistung von drei Studienteilnehmern. Relevante Nebenwirkungen oder Komplikationen traten nicht auf.

Die Forscher um Denis Geary weisen jedoch nachdrücklich auf die hohen Belastungen durch das Verfahren für die Betreuungspersonen hin. Die kontinuierliche Unterstützung durch ein multiprofessionelles Team sei unabdingbar. Dennoch sehen sie einen positive Relation zwischen Aufwand und Effekten für die betroffenen Kinder. Die Kosten sollen nach Berechnung der Autoren sogar um ein Viertel unter denen einer Behandlung in einem Dialysezentrum liegen. JG

Quelle: Journal of Pediatrics (2005); 147: 383-7

Abstract http://www.jpeds.com


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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