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11.09.2006
Nächtliche Bauchfell-Dialyse besser für die Atmung

(NAM) Viele Patienten, die sich regelmäßig einer Peritoneal-Dialyse unterziehen müssen, leiden unter nächtlichem Sauerstoffmangel. Das geht aus einer Studie chinesischer Forscher hervor. Die Atemprobleme während des Schlafes treten allerdings wesentlich seltner auf, wenn die Bauchfell-Dialyse nachts stattfindet. Zu ähnlichen Ergebnissen waren auch Untersuchungen bei Hämodialyse-Patienten gekommen.

Sidney Tang und seine Kollegen von der University of Hong Kong ermittelten zunächst die Häufigkeit von kurzfristigen Atemaussetzern (sogenannte Schlafapnoe) bei 23 Patienten, die sich tagsüber in einem Dialyse-Zentrum behandeln ließen, und bei 23 Patienten, die nachts eine Peritoneal-Dialyse durchführten. Der Anteil von Betroffenen mit Atemaussetzern war bei den tagsüber dialysierten Studienteilnehmern wesentlich höher (91% gegenüber 52%).

Um herauszufinden, ob die nächtliche Peritoneal-Dialyse tatsächlich zu einer besseren Atmung beiträgt, wurden 24 Patienten zunächst einige Zeit ausschließlich nachts und danach tagsüber behandelt. Das Ergebnis war eindeutig: Während der nächtlichen Bauchfell-Dialyse litten nur 4,2 Prozent der Patienten an Schlafapnoe, danach stieg die Rate auf 33,3 Prozent.

„Ärzte sollten bei der Beratung von dialysepflichtigen Nierenkranken berücksichtigen, dass eine nächtliche Behandlung einige Vorteile birgt – etwa das geringere Risiko von Schlafapnoe“, sagte Tang. Der Forscher vermutet, dass die nächtliche Dialyse zu einer besseren Regulation des Flüssigkeitshaushaltes während des Schlafes führt. Dies verringere die Wahrscheinlichkeit von Atemproblemen. JG

Quelle: J Am Soc Nephrol (2006); 17: 2607-16

Abstract http://jasn.asnjournals.org


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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