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24.09.2007
Nächtliche Dialyse schont das Herz

(NAM) Sechsmal wöchentlich Dialyse während der Nacht, und der Gesundheitszustand der Betroffenen verbessert sich gegenüber einer dreimalig wöchentlich durchgeführten ambulanten Blutwäsche. Zu diesem Ergebnis kommen kanadische Forscher nach einem wissenschaftlichen Vergleich beider Verfahren.

In der aktuellen Ausgabe des renommierten "Journal of the American Medical Association" (JAMA) berichten Mediziner um Bruce Culleton von der University of Calgary in Alberta von einer Studie, an der 52 Dialysepatienten teilnahmen. Die Hälfte von ihnen erhielt über sechs Monate praktisch jede Nacht eine Hämodialysebehandlung, die anderen Patienten wurden wie üblich dreimal wöchentlich dialysiert.

Resultat: Die nächtliche Hämodialyse hatte positive Effekte auf den Herzmuskel, den Mineralhaushalt und den Blutdruck – die Patienten benötigten weniger Medikamente und berichteten in Teilbereichen einen Anstieg der Lebensqualität. In einem Kommentar nannte ein Experte das Ergebnis der Untersuchung „beeindruckend“. Möglich sei, dass sich die Herzfunktion über den Studienzeitraum von sechs Monaten hinaus weiter verbessere, wenn die Patienten die häufigere Blutwäsche fortsetzten.

Die Autoren vermuten, dass die sechsmalige Blutwäsche pro Woche einen günstigen Einfluss auf die Häufigkeit und Schwere von Begleiterkrankungen bei Dialysepatienten haben kann. Insbesondere Herz-Kreislauf-Störungen sind bei Dialysepatienten verbreitet. Sie fordern daher, Betroffenen den Zugang zur nächtlichen Hämodialysebehandlung zu erleichtern. JG

Quelle: JAMA (2007); 298: 1291–9

Abstract: http://jama.ama-assn.org


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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Letzte Aktualisierung am Dienstag, 04. Dezember 2007