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26.11.2007
Medizinischer Fortschritt macht sich bemerkbar: Ältere Patienten mit Nierenversagen leben länger

(NAM) Wer über 65 Jahre alt ist und eine Dialysebehandlung beginnen muss, hat heute eine bessere Prognose als noch vor zehn Jahren – statistisch gesehen. Dieses Ergebnis einer kanadischen Studie überraschte selbst die Autoren, da ältere Patienten immer häufiger an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden (Komorbidität). Aus diesem Grund hatten die Forscher eigentlich damit gerechnet, dass die Überlebensrate von nierenkranken Senioren sich eher verschlechtert haben könnte.

Die Wissenschaftler aus Toronto und Calgary werteten die Daten von allen Kanadiern aus, die zwischen 1990 und 1999 eine Dialysebehandlung begannen und zu diesem Zeitpunkt mindestens 65 Jahre alt waren. Die 14.512 Patienten teilten sie in zwei Gruppen ein: Gruppe 1 mit Dialysestart zwischen 1990 und 1994 und Gruppe 2 mit Behandlungsbeginn zwischen 1995 und 1999.

Ergebnisse: Trotz zunehmender Komorbidität verbesserte sich die 5-Jahres-Überlebensrate der Senioren mit Nierenversagen in den vergangenen zehn Jahren dennoch von 25,8 Prozent (Gruppe 1) auf 33,5 Prozent (Gruppe 2). Anscheinend erhalten auch immer mehr Hochbetagte eine Dialysebehandlung. Der Anteil der Über-75-Jährigen stieg von 32,7 Prozent in Gruppe 1 auf 40 Prozent in Gruppe 2.

„Die Anzahl von Über-65-Jährigen, die an einem chronischen Nierenversagen leiden, steigt in Kanada und der ganzen Welt dramatisch an“, betonte Sarbjit Vanita Jassal vom University Health Network in Toronto. „Diese Patienten zu einem Spezialisten zu überweisen und eine Dialysebehandlung zu erwägen ist sinnvoll“, lautet ihr Fazit. JG

Quelle: CMAJ (2007); 177: 1033-8

Abstract http://www.cmaj.ca


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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