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10.12.2007
Dialyse trotz Herzschwäche?
(NAM) Patienten mit einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und einem chronischen Nierenversagen sollten frühzeitig dialysiert werden oder eine Ersatzniere erhalten. Darauf wiesen US-amerikanische Wissenschaftler bei einem internationalen Kongress hin. Bisher waren die meisten Mediziner überzeugt, dass eine Nierenersatztherapie bei schwer Herzkranken zu riskant sei.
Kelly Liang, Mitarbeiterin des Mayo Clinic College of Medicine in Rochester, stellte auf der Renal Week 2007, dem Jahrestreffen der American Society of Nephrology, eine aktuelle Studie vor. Sie hatte die Daten von über 6.000 Patienten ausgewertet, die in den vergangenen 16 Jahren wegen einer Herzinsuffizienz in der Mayo Clinic behandelt worden waren. Nur 304 von ihnen erhielten wegen einer begleitenden Nierenschwäche eine Dialyse oder Nierentransplantation.
Die genaue statistische Analyse der Daten zeigte, dass die Nierenersatztherapie das Sterberisiko der Betroffenen nicht erhöhte. Dieses Ergebnis widerspricht der weitverbreiteten Sorge von Ärzten, eine Dialyse oder Organtransplantation könnte herzinsuffiziente Patienten zu sehr belasten. Wohlmöglich ist das Gegenteil richtig: Wurde die Dialysebehandlung bereits früh begonnen, hatte sie in der vorliegenden Untersuchung sogar einen günstigen Effekt auf die Prognose der Herzkranken.
„Was diese Studie wirklich zeigt, ist, dass wir uns nicht davor scheuen sollten, auch Patienten mit Herzinsuffizienz eine Dialysebehandlung anzubieten“, erklärte ein Experte. „Denn diese Therapie kann das Überleben der Betroffenen anscheinend verlängern.“ JG
Quelle: Renal Week 2007: Abstract SU-FC004 (presented November 4, 2007)
Link zur Renal Week 2007 http://www.asn-online.org
(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)
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Letzte Aktualisierung am Mittwoch, 12. März 2008
