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07.01.2008
Senkung der Blutfette verbessert Überlebensrate deutlich

(NAM) Durch eine medikamentöse Behandlung erhöhter Lipidwerte kann die Überlebensrate von Patienten unter Peritoneal-Dialyse deultich verbessert werden. Zu diesem überraschend klaren Ergebnis kommt eine US-amerikanische Studie mit über 1.000 Teilnehmern. Insbesondere Nierenkranke mit hohen Cholesterin-Spiegeln profitieren demnach von der Therapie.

Wissenschaftler der University of Utah School of Medicine in Salt Lake City wollten wissen, welchen Einfluss eine medikamentöse Senkung der Lipidwerte auf das Sterberisiko von Dialysepatienten hat. Sie analysierten dazu die Daten von 1.053 Patienten, die sich regelmäßig einer Bauchfell-Dialyse unterziehen mussten, und registrierten alle Todesfälle innerhalb von zwei Jahren.

Ergebnisse: Studienteilnehmer, die Medikamente gegen zu hohe Blutfette erhielten, hatten ein um 26 Prozent geringeres Sterberisiko. Die Wahrscheinlichkeit, wegen eines Herz-Kreislauf-Versagens zu versterben, war sogar um 33 Prozent geringer als bei den Patienten ohne Einnahme von Fettstoffwechsel-Präparaten. In einigen Untergruppen mit sehr hohen Cholesterinwerten stiegen die Überlebensraten sogar um bis zu 73 Prozent an. Auch Diabetiker profitierten von der Medikation durch eine um ein Drittel niedrigere Sterbewahrscheinlichkeit.

Studienleiter Alexander Goldfarb-Rumyantzev von der Harvard University in Boston empfiehlt weitere Untersuchungen zum Einfluss Lipid-senkender Medikamente auf die Überlebensrate von Dialysepatienten. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man zu der medikamentösen Behandlung zumindest bei Risikopatienten mit deutlich erhöhten Blutfett-Werten oder Diabetes mellitus raten. JG

Quelle: Am J Kidney Dis (2007); 50: 791-802

Abstract http://www.ajkd.org


(Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin)

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Letzte Aktualisierung am Mittwoch, 12. März 2008