Die Niere
Anämie
Niereninsuffizienz kann den Sauerstoffgehalt des Blutes reduzieren
Eine gesunde Niere nimmt den Mangel an roten Blutkörperchen wahr und schüttet daraufhin vermehrt Erythropoetin aus. Die Bildung der roten Blutkörperchen im Knochenmark wird angeregt, und der Mangel wird ausgeglichen.
Eine kranke Niere hingegen hat nicht nur eine geringere Filterleistung, sie produziert auch weniger Hormone. Der Mangel an Erythropoetin führt zu einem Mangel an roten Blutkörperchen. Dies bezeichnet man als Blutarmut oder auch Anämie. Eine Blutarmut hat viele Folgen und schränkt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein.
Rote Blutkörperchen haben die Aufgabe, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen, denn nur ein ausreichend mit Sauerstoff versorgter Körper ist leistungsfähig. Der Körper von Patienten mit einer Blutarmut wird mangelhaft mit Sauerstoff versorgt. Die Patienten leiden unter rascher Ermüdung bei körperlicher Arbeit, Atemnot und Schwindelgefühl. Langfristig können die Betroffenen eine Herzinsuffizienz bekommen.
Anämie kann man frühzeitig verhindern
Den Schweregrad einer Anämie kann man durch die regelmäßige Kontrolle des Hämoglobin(Hb)-Wertes feststellen. Er wird im Rahmen eines Blutbildes bestimmt und gibt Auskunft über den Gehalt an roten Blutkörperchen im Blut. Ist er zu niedrig, kann korrigierend eingegriffen werden. Es ist dabei grundsätzlich wichtig, einen Eisenmangel als Ursache für eine Anämie auszuschließen, bzw. diesen durch Gabe von Eisenpräparaten zu beheben.
Bluttransfusionen führen zu Kurzzeiteffekten und erhöhtem Infektionsrisiko
Früher wurden zur Linderung von Anämien oft Bluttransfusionen gegeben, d.h. der Betroffene erhielt Blutkörperchen aus Spenderblut. Der Erfolg dieser Therapie ist jedoch nicht von langer Dauer, da rote Blutkörperchen nur eine geringe Lebensdauer haben. Außerdem bergen Transfusionen das Risiko einer Infektion.
Moderne Therapieverfahren
Heutzutage können Erythropoese stimmulierende Faktoren biotechnologisch hergestellt werden. Wie das körpereigene Erythropoetin regen sie die Bildung der roten Blutkörperchen an und ein bestehender Mangel an Erythrozyten wird schneller überwunden.
Letzte Aktualisierung am Dienstag, 22. August 2006
