Transplantationen

Voraussetzungen

Organtransplantationen gehören heute zum Standard der medizinischen Versorgung. Bei einer Transplantation werden gesunde Organe oder Gewebe eines Verstorbenen auf einen chronisch schwer kranken Menschen übertragen. Ziel dieser Operation ist es, dem Empfänger die Funktion seiner zerstörten Organe durch ein neues Organ wiederzugeben. Weltweit wurden bisher ca. 470.000 Nieren, ca. 74.000 Lebern und ca. 54.000 Herzen verpflanzt.

7 Schritte von der Organspende bis zur Transplantation

7 Schritte von der Organspende bis zur Transplantation
  1. Feststellung des Todes
    Trotz intensiver Bemühungen ist es den Ärzten nicht immer möglich, das Leben eines Patienten zu retten. Beim Hirntoten ist die Gehirnfunktion vollständig und irreversibel erloschen. Der Hirntod ist ein sicheres Todeszeichen, auch wenn Kreislauf und Atmung des Verstorbenen noch künstlich aufrecht erhalten werden. Der Hirntod muss durch zwei erfahrene Ärzte festgestellt und dokumentiert werden, die unabhängig vom Transplantationsteam sind.

  2. Einwilligung der Angehörigen
    Liegt keine eigene positive Erklärung zur Organspende vor, werden die nächsten Angehörigen darum gebeten, stellvertretend für den Verstorbenen zu entscheiden. Wird eine schriftliche Einwilligung des Verstorbenen gefunden, werden die Angehörigen darüber informiert.

  3. Organisation der Organspende
    Die Organisationszentralen der Deutschen Stiftung Organtransplantation sind Ansprechpartner in allen Fragen der Organspende. Sie veranlassen medizinische Tests vor einer Organentnahme, informieren Eurotransplant und organisieren die Organentnahme. Näheres dazu finden Sie unter www.dso.de sowie www.eurotransplant.nl.

  4. Explantation der Organe
    Die Organentnahme erfolgt durch ein erfahrenes Ärzteteam. Bis zur Verpflanzung werden die Organe konserviert. Nach der Explantation wird der Leichnam würdevoll versorgt.

  5. Typisierung der Gewebe
    Dem Toten werden Blut- und Gewebeproben entnommen, um gewebetypische Merkmale festzustellen, die für die Übereinstimmung von Spender und Empfänger von Bedeutung sind. Dies spielt vor allem für die Nierentransplantation eine Rolle. Die Ergebnisse werden umgehend an Eurotransplant weitergegeben.

  6. Organvermittlung
    Eurotransplant ist zuständig für die Organvermittlung. Es führt die Organempfänger in Deutschland, Österreich, den Benelux-Staaten und Slovenien auf einer gemeinsamen Warteliste. Bei Eurotransplant ermittelt der Computer nach festgelegten Kriterien die Empfänger.

  7. Transplantation
    Die Empfänger werden umgehend benachrichtigt und für vorbereitende Untersuchungen in die Klinik gebeten. Falls keine medizinischen Vorbehalte bestehen, werden die Spenderorgane transplantiert. Nach einem geglückten Eingriff nehmen die Organe ihre Tätigkeit auf.





Letzte Aktualisierung am Sonntag, 06. August 2006